Gesundheit

Worauf es bei weiblicher Gesundheit ankommt

Autor: Camares Amonat

Worauf es bei weiblicher Gesundheit ankommt

Es ist kein Geheimnis, dass sich die psychische und körperliche Gesundheit von Männern und Frauen unterscheidet. Zwar ist Frauengesundheit inzwischen ein zentrales Thema, doch in der Medizin wird es noch nicht auf allen Ebenen berücksichtigt. Geschlechterspezifische Behandlungen sind oft zielführender und zeigen, worauf Frauen hinsichtlich ihrer Gesundheit besonders achten sollten.

Gesundheit ist geschlechterspezifisch

Grundsätzlich werden Frauen älter als Männer, weshalb Frauen sich mit anderen Themen im Bereich Gesundheit auseinandersetzen müssen. Die weibliche Lebenserwartung steigt kontinuierlich an und befand sich im Jahr 2018 bei 85,4 Jahren. Es ist für Frauen daher besonders wichtig, den Bewegungsapparat fit zu halten und dem Verschleiss der Knochen entgegenzuwirken. Die hormonelle Umstellung nach der Menopause sorgt zusätzlich dafür, dass Frauen anderen gesundheitlichen Herausforderungen ausgesetzt sind als Männern. Der weibliche und männliche Körper unterscheidet sich in vieler Hinsicht, weshalb geschlechterspezifische Vorsorgeuntersuchungen essenziell sind. Auch Frauen, die sich gesund und fit fühlen, sollten regelmässig Vorsorgeuntersuchungen beim Haus- oder Facharzt wahrnehmen. Dadurch lassen sich viele Krankheiten frühzeitig erkennen, die aktuell noch keine Beschwerden verursachen, aber im Frühstadium besser behandelt werden können. Somit kann der Körper vor ernsthaften Folgen geschützt werden.

Jährliche Vorsorgetermine beim Gynäkologen sind für die Früherkennung von Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs entscheidend und auch Ganzkörperuntersuchung und die Erstellung eines individuellen Risikoprofils sind sinnvoll. Die Beschäftigung mit Atemwegsinfekten und dem Schutz des Immunsystems stellen zusätzlich einen unterschätzen Faktor für die Steigerung der Lebensqualität dar.

Gesundheit und Schönheit gehen Hand in Hand

Auch psychisch unterscheiden sich Männer und Frauen enorm. Psychosomatische Erkrankungen oder Depressionen werden bei Frauen deutlich häufiger diagnostiziert als bei Männern, was aber nicht für eine instabilere Psyche spricht. Vielmehr ist der intensivere Zugang von Frauen zu ihren Emotionen ein Grund. Beim weiblichen Gehirn ist der Bereich des präfrontalen Cortex, der unter anderem für die Impulskontrolle zuständig ist und das limbische System, das Emotionen verarbeitet, besonders aktiv. Beim männlichen Gehirn sind die Zentren für die Verarbeitung visueller Reize, die für die Koordination von Bewegungen verantwortlich sind, aktiver. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger dem Spagat zwischen Beruf und Familie und Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger ausgesetzt sind und das für zusätzliche Belastungen sorgt. Frauenspezifische Lebensphasen wie die Geburt eines Kindes erhöhen ebenso die Wahrscheinlichkeit für ein psychisches Ungleichgewicht. Aus diesem Grund sind geschlechterspezifische Behandlungen zielführender und das sollte bei der Versorgung, Diagnostik und Therapie miteinbezogen werden sollten.

Wenn wir körperlich und psychisch gesund sind, werden wir glücklicher und das wirkt sich entsprechend auch auf unser äusseres Erscheinungsbild aus. Ausserdem ermöglicht ein gesundheitlich einwandfreier Zustand mehr Zeit, um sich mit anderen Themen wie Schönheit auseinanderzusetzen. Damit gehen Gesundheit und Schönheit Hand in Hand.


veröffentlicht: 11.09.2020