Bewegungsapparat

Raus aus der Bequemzone

Autor: Tobias Lemser

Raus aus der Bequemzone

Gelenkbeschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat sind eine unserer täglichen Begleiter. Warum ein Ende nicht absehbar ist, welche präventiven Massnahmen jedoch Linderung schaffen.

Es ist einer der entscheidendsten Effekte, der mit den immensen Fortschritten der Medizin einhergeht: Unsere Lebenserwartung steigt kontinuierlich. Im Jahr 2018 betrug diese bei weiblichen Neugeborenen 85,4 Jahre – Tendenz steigend. Noch vor einem Jahrhundert wurden Frauen im Schnitt gerade mal 50 Jahre alt – eine gewaltige Zunahme, die jedoch auch so manche Spuren bei uns hinterlässt. Blickpunkt Bewegungsapparat. Verschleiss an Knochen und vor allem an Gelenken sind zumeist die Folge – ein Problem, von dem zumeist Frauen häufiger betroffen sind. Die genauen Gründe hierfür sind zwar noch unklar. Möglicher Risikofaktor könnte jedoch die hormonelle Umstellung nach der Menopause sein. Zudem werden Männer manchmal nicht alt genug, um Arthrose zu bekommen.

 

Viel Sport, aber nicht zu exzessiv

Aber was können Frauen tun, um ihre Gelenke so lang wie möglich in Schuss zu halten? Ist Arthrose bereits im Anmarsch, helfen physikalische Therapien wie Krankengymnastik, Massagen oder Wärmeanwendungen, die Schmerzen zu lindern. Um die Gelenke zu entlasten, raten Orthopäden dazu, sich ausgewogen zu ernähren und überflüssige Pfunde purzeln zu lassen. Auch können durchblutungsfördernde Medikamente dazu beitragen, den Gelenken etwas Gutes zu tun.

Besser noch: den Gelenkproblemen erst gar keine Chance zu geben. Viel Bewegung und Sport schmiert den Knorpel und führt dazu, dass er lange erhalten bleibt. Besonders gelenkschonend sind Radfahren, Schwimmen, Aquafitness und Nordic Walking. Abzuraten ist dagegen vom Joggen, genauso wie von Rückschlagspielen wie Badminton oder Tennis, da sie die Gelenke zusätzlich strapazieren. Ebenso sollten Risikofaktoren wie Zigaretten und Alkohol sowie Fehlbelastungen im Alltag und eine extreme Überbeanspruchung vermieden werden.

veröffentlicht: 11.09.2020