Senkungsbeschwerden

Minimal-invasiv gegen Senkungsbeschwerden

Im Interview: PD Dr. Dimitri Sarlos | Branded Content

Minimal-invasiv gegen Senkungsbeschwerden

PD Dr. Dimitri Sarlos spricht darüber, was Senkungszustände auslösen kann und wie die Schlüssellochchirurgie zu einer deutlich verbesserten Lebensqualität beiträgt.

Kontakt

Kantonsspital Aarau AG

PD Dr. med. Dimitri Sarlos, Chefarzt und Klinikleiter Frauenklinik , Chefarzt Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie, Leiter Endometriosezentrum

Minimal-invasiv gegen Senkungsbeschwerden

Dr. Sarlos, was sind die anatomischen Gründe für Senkungsbeschwerden?

Hauptauslöser sind Schwangerschaften und Geburten, wodurch im Laufe der Jahre und Jahrzehnte Schäden im Bereich der Beckenbodenmuskulatur und der Haltestrukturen entstehen können. Aber auch Frauen, die chronischen Husten haben oder oft grosse Gewichte heben, leiden vermehrt unter Senkungsbeschwerden. Es können jedoch auch genetische Aspekte dahinterstecken.

Was können Frauen dann tun?

Vor jeder OP gilt es zunächst, die konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen. Manchmal kann bereits eine Verbesserung der Schleimhaut das unangenehme Gefühl abschwächen. Zudem gibt es die Pessartherapie. Pessare sind aus Silikon oder Gummi geformte Ringe oder Würfel, die wie ein Tampon in die Scheide eingeführt werden.

Minimal-invasiv gegen Senkungsbeschwerden

Wann würden Sie operieren?

Das ist immer eine sehr individuelle Entscheidung. Wichtig ist, die Patientin zunächst umfassend aufzuklären. Häufig kommt eine OP immer erst dann infrage, wenn der Leidensdruck sehr hoch ist.

Was hat sich chirurgisch zuletzt getan?

Viele Jahre lang wurde über die Scheide operiert. Jedoch litten viele Patientinnen danach beim Geschlechtsverkehr unter Schmerzen. Auch deshalb haben sich zuletzt vermehrt minimal-invasive Verfahren durchgesetzt. Hierbei wird der Halteapparat mittels Schlüssellochchirurgie über den Bauch von oben korrigiert. Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass damit die anatomischen Resultate erheblich besser sind.

Mit welchen Auswirkungen?

Nicht nur, dass es seltener zu einer erneuten Senkung kommt, auch ist Sport wieder ungehemmt möglich, was ohnehin zu einer besseren Lebensqualität beiträgt. Nicht zuletzt betonen die Betroffenen, endlich wieder schmerzfreien Geschlechtsverkehr haben zu können.

veröffentlicht: 04.12.2020