Frauengesundheit

Frauengesundheit in Zeiten von COVID-19

Im Interview: Dr. Alina Staikov | Branded Content

Auch während der Pandemie sollten Frauen ihre Gesundheit und Vorsorge im Blick haben. Warum das so wichtig ist und welche Schutzmassnahmen Sicherheit geben, erklärt die Gynäkologin , Dr. Alina Staikov.

Kontakt

gynpoint AG Praxis für Frauengesundheit in Horgen und Zürich

Dr. med. Alina Staikov - FMH für Gynäkologie und Geburtshilfe Leiterin

E-Mail: alina.staikov@gynpoint.ch

Web: www.gynpoint.ch

Frau Dr. Staikov, was hat sich seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Ihrer Frauenarztpraxis geändert?

Nach dem Lockdown haben wir eine gewisse Unsicherheit bei den Frauen beobachtet. Wir sind neun Fachärztinnen an zwei Standorten und betreuen Frauen in allen Lebensphasen. Unsere Schwerpunkte setzen wir auf die Schwangerschaftsbetreuung mit Pränatalsprechstunde sowie auf die Behandlung von Brustbeschwerden, Zyklusstörungen und Endometriose.

In unserem breit gefächerten Patientenumfeld war die Wahrnehmung der Pandemie und die Reaktion darauf sehr unterschiedlich – so auch bei den Ärzten. Alles war neu und dynamisch. Wir haben alle geforderten Schutzmassnahmen umgesetzt und verfolgen die aktuellen Informationen und Erfahrungen aus dem In- und Ausland. Nach einer anfänglich «turbulenten» Phase konnten wir unsere Abläufe anpassen und das Vertrauen der Patientinnen stärken und ihre Unsicherheiten mildern.

Wird die übliche Jahreskontrolle nach wie vor empfohlen?

Die kontinuierlichen Fortschritte in der Medizin und die modernen Methoden für die Diagnose erlauben uns eine Früherkennung von sensiblen und seriösen Erkrankungen bei Frauen, wie etwa Brust- und Gebärmutterkrebs. Deshalb ist eine regelmässige Vorsorge-Untersuchung und Beratung bei einer Expertin auch in der Pandemie unerlässlich. Es ist gefährlich, aus Angst vor einer COVID-19-Ansteckung, andere ernstzunehmende Erkrankungen nicht zu entdecken.    

Ist es in diesen Zeiten ein Risiko, schwanger zu werden?

Aktuellsten Studien zufolge lautet die Antwort: Ja. Derzeit ist es noch ungewiss, ob Schwangere ein höheres Infektionsrisiko haben. Manche Studien zeigen jedoch ein höheres Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei infizierten Schwangeren. Deshalb gelten Schwangere seit August im Zusammenhang mit COVID-19 als besonders gefährdet.

Was raten Sie Schwangeren und Ihren Patientinnen generell?

Die Hygieneregeln konsequent einhalten: häufiges Händewaschen/Desinfizieren, ausreichend Abstand halten, frequentierte Orte meiden und ausserhalb der Wohnung eine Schutzmaske tragen. Zudem ist der Arbeitgeber auf die Umsetzung der notwendigen Schutzmassnahmen hinzuweisen.

Wie schaffen Sie es, Ihre Patientinnen und sich selbst vor dem Coronavirus zu schützen? Welche präventiven Massnahmen setzen Sie um?

In unseren Praxen haben wir ein entsprechendes Schutzkonzept ausgearbeitet. So werden Frauen mit COVID-19-Symptomen primär telefonisch konsultiert. Beim Betreten der Praxis gilt nicht nur Maskentragepflicht für alle. Auch müssen die Hände desinfiziert werden. Nicht zuletzt müssen im Wartezimmer die Abstandregeln von 1,5 Meter eingehalten werden.

Für Klarheit und Vertrauen zu sorgen, ist extrem wichtig. Wie machen Sie das?

Hierfür sind Transparenz und Kompetenz die Grundlage. Da wir immer für unsere Patienten erreichbar sind, können wir ihnen so einige Ängste und Unsicherheiten nehmen. Besonders unseren Schwangeren werden regelmässig über die neuesten Empfehlungen der BAG und SGGG informiert, was von allen sehr geschätzt wird.

veröffentlicht: 11.09.2020